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Automatischer Informationsaustausch (AIA)

Am 01. Januar 2017 treten die Abkommen zum automatischen Informationsaustausch, welche die Schweiz der EU und ihren 28 Mitgliedsstaaten sowie 9 weiteren Staaten (Stand 01. September 2016) abgeschlossen hat, in Kraft. Doch was ist dieser automatische Informationsaustausch und was für Konsequenzen hat er für Sie?

 

Nachfolgend bringen wir Ihnen gerne die wichtigsten Fakten näher:

 

Was ist der automatische Informationsaustausch?

Der AIA regelt, wie die Steuerbehörden der einzelnen Teilnehmerländer untereinander Daten von Bankkonten und Wertschriftendepots der Steuerpflichtigen austauschen können. Ziel ist es, die Steuerhinterziehung zu erschweren sowie ausländischen Steuerpflichtigen das "Verstecken" ihres Vermögens und damit den Missbrauch des schweizerischen Bankkundengeheimnisses zu verunmöglichen.

 

Warum der automatische Informationsaustausch?

Der schweizer Bankenplatz ist weltweit von grosser Bedeutung. In der Schweiz wird rund ein viertel der global grenzüberschreitend angelegten Vermögen verwaltet. In den letzten Jahren wurde die Schweiz weltweit vermehrt kritisiert, da das Bankkundengeheimnis die internationale Steuerhinterziehung begünstigt hat.

Wie funktioniert der automatische Informationsaustausch?

Ab 01. Januar 2017 sind Banken verpflichtet, Daten über ausländische Steuerpflichtige zu sammeln. Dies betrifft Länder, mit welchen die Schweiz ein Abkommen für den AIA abgeschlossen hat.

Sie übermitteln der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) folgende Daten:

Die ESTV leitet die Daten anschliessend an die Steuerbehörden der entsprechenden Länder weiter. Weitere Daten wie zum Beispiel Kontenbewegungen werden keine weitergegeben. Die Daten müssen ab dem 01. Januar 2017 durch die Banken gesammelt und im Jahr 2018 erstmals an ESTV übermittelt werden.

 

Welches sind die Auswirkungen des automatischen Informationsaustauschs auf das Bankkundengeheimnis?

Bei der Aushandlung der einzelnen Abkommen war es der Schweiz wichtig, das Bankkundengeheimnis zu wahren. Das heisst für Schweizer Banken besteht bis auf Weiteres auch nach der Einführung des AIA eine Schweigepflicht für Informationen über ihre Kunden und deren Konten. Es werden aufgrund der aktuellen gesetzlichen Bestimmungen keine Informationen von Kunden mit Domizil in der Schweiz an die ESTV übermittelt. Für Personen mit steuerlichem Wohnsitz in der Schweiz ändert sich somit vorderhand nichts.

 

Quelle: Informationsblatt "Automatischer Informationsaustausch (AIA) von ABT Treuhandgesellschaft AG (Dezember 2016)